Dementie Stellingen Spel

Demenz im Team besprechen: Impulse für Pflegekräfte

Pflegekräfte erleben Demenz aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Alltag entstehen deshalb Fragen, bei denen es selten nur eine richtige Antwort gibt: Wie viel sollte man korrigieren? Wann hilft Ablenkung? Wie geht man mit Unruhe, Rückzug oder wiederholten Fragen um?

Mit Aussagen ins Gespräch kommen

Ein einfacher Weg, solche Themen im Team zu besprechen, sind Aussagen oder kurze Fallbeispiele. Eine provokante Aussage zwingt nicht zu einer schnellen Lösung, sondern macht sichtbar, wie Kolleginnen und Kollegen eine Situation einschätzen.

Die niederländischen Pflegefachkräfte Marieke Dooremalen und Saskia Danen entwickelten während der Coronazeit aus diesem Gedanken das Dementie Stellingen Spel: ein Kartenset mit Aussagen und Reflexionsfragen für Teams. Das ursprüngliche Material ist niederländischsprachig und wird im deutschen Shop nicht angeboten, die Methode dahinter ist jedoch auch ohne das Produkt gut nutzbar.

So kann eine Teambesprechung aussehen

  1. Wählen Sie eine konkrete Aussage oder Alltagssituation.
  2. Lassen Sie jede Person kurz erklären, wie sie die Situation erlebt.
  3. Fragen Sie nach Erfahrungen statt sofort nach der richtigen Lösung.
  4. Besprechen Sie, welche Reaktion zur betreffenden Person mit Demenz passen könnte.
  5. Notieren Sie, was das Team im Alltag ausprobieren oder anders beobachten möchte.

Warum diese Form funktioniert

Kurze Gesprächsimpulse brauchen wenig Vorbereitung und passen in Teammeetings, Intervision oder Fortbildungen. Sie ersetzen keine fachliche Schulung, können aber helfen, Wissen, Beobachtungen und Unsicherheiten offen zu teilen.

Gerade in der Demenzpflege ist das wertvoll, weil Verhalten immer im Zusammenhang mit Person, Umgebung, Kommunikation und Tagesform betrachtet werden sollte.

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